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So planen Sie einen Weidezaun richtig

Wir wissen nur zu gut, wie schwierig es ist, einen Zaun zu errichten, wenn man dies nicht so häufig macht oder sich nicht damit auskennt. Aber wir haben uns für Sie Gedanken gemacht und die Zaunplanung in einfachen 5 Schritte zusammengefasst. So können Sie ohne großes Vorwissen direkt loslegen. Also legen Sie Stift und Papier bereit und machen Sie Ihren eigenen Weidezaunplan.

 

1. Zweck des Weidezauns bestimmen

Überlegen Sie sich, welchen Zweck Ihr Zaun erfüllen soll:

  • Für welche Tierart wird der Zaun gebaut: Rinder, Pferde, Schafe, Ziegen oder Wildtiere. Jede Tierart hat unterschiedliche Anforderungen und Bedürfnisse, die es zu bedenken gilt.
  • Welche Sicherheitsaspekte sind zu bedenken: Muss der Zaun Raubtiere fernhalten oder nur die Tiere auf der Weide halten? Dies entscheidet z.B. mit über die Höhe des künftigen Zaunes.
  • Mobilzaun oder fest installierter Permanentzaun: Soll der Zaun dauerhaft stehen oder flexibel versetzbar sein? Ein Festzaun ist zwar teurer in der Anschaffung und Montage, steht dafür aber auch jahrelang. Ein flexibler Mobilzaun ist besonders für Saisonweiden oder kurzfristige Bewirtschaftung gedacht. Hier sind die Materialien leichter, dafür aber nicht auf die maximale Lebensdauer ausgelegt.

 

2. Gelände analysieren - Skizze anfertigen

  • Fläche vermessen: Um die Weide genau auszumessen, empfehlen wir die Nutzung vom Online-Kartendiensten, einer Karten-App oder laufen Sie die Fläche mit einer Smartwatch ab. Fertigen Sie alternativ eine Skizze an oder nutzen Sie die Daten auf dem Flurplan (Kataster).
  • Geländebeschaffenheit beachten: Hügel, Senken oder feuchte Gebiete haben Einfluss auf die Auswahl von Pfosten und Leitermaterialien. Warum das wichtig ist? Viele Zaunbauer benötigen mehr Leiter und Pfosten als gedacht, wenn das Gelände schwieriger ist. Planen Sie daher etwas mehr Material mit ein.
  • Zugänge und Tore bedenken: Planen Sie, wo Fahrzeuge oder Personen Zugang zur Weide bekommen müssen. Wenn mehrere Flächen eingezäunt aber getrennt werden sollen, ist auch hier ein Tor wichtig, um den Tieren bei Bedarf Zugang zu gewähren.
  • Zaunhöhe bedenken: Die Höhe des Zauns eine wichtige Rolle bei der anschließenden Materialwahl. Kleinere Tiere benötigen einen niedrigeren Zaun, größere Tiere wie Rinder oder Pferde dagegen einen höheren. Bei der Wildabwehr, speziell bei Wölfen, ist auch eine ausreichende Höhe erforderlich, da Wölfe den Zaun sonst überspringen. Steht der Zaun an einem Hang, so sollte er noch höher sein, um ein Überspringen vom Hand aus wirkungsvoll zu verhindern.

Orientieren Sie sich bei der Höhe der Stromleiter einfach an folgenden Werten: 

 

 Tierart

 Höhe der Stromleiter in cm

 Empfohlenes Leitermaterial

 

 

Milchkühe

60 | 90

Litze, Draht, Breitband

 

 

Bullen, Rinder

45 | 75 | 105

Litze, Draht, Breitband

 

 

Kleinpferde

45 | 75 cm | 120

Seil, Breitband

 

 

Großpferde

50 | 90-100 | 140

Seil, Breitband

 

 

Schafe

20 | 40 | 65 | 90

Draht, Litze, Schafnetz

 

 

Ziegen

20 | 40 | 60 | 85 | 110

Draht, Litze, Ziegnnetz

 

 

Schweine

20 | 45 | 75

Litze, Breitband

 

 

Wildschweine

20 | 50 | 80

Litze, Breitband, Wildschweinnetz

 

 

Hühner

20 | 40 | 60 | 85

Litze, Geflügelnetz

 

 

Gänse

20 | 40 | 60 | 85

Litze, Geflügelnetz

 

 

Große Hunde

25 | 55 | 85

Litze, Zaunset für Heimtiere

 

 

Kleine Hunde

10 | 25 | 50

Litze, Zaunset für Heimtiere

 

 

Katzen

10 | 25 | 50

Litze, Zaunset für Heimtiere

 

 

Fischreiher

20 | 45 | 70

Litze, Zaunset für Teiche

 

 

Hasen und Kaninchen

15 | 30 | 45

Litze, Kaninchennetz

 

 

Die angegebenen Werte und Materialien sind lediglich als Orientierung zu verstehen. Es kann notwendig sein, individuelle Anpassungen an Ihre Tierart vorzunehmen. Auch regionale Bestimmungen sollten bei der Installation eines Weidezauns beachtet werden. Wenden Sie sich jederzeit gerne an unsere Fachberater, sollten Sie Fragen bei der Materialauswahl haben.

 

3. Materialien festlegen

Je nach Tierart und Anforderung gibt es verschiedene Optionen. Festzäune benötigen strapazierfähigere, langlebigere Materialen während Mobilzäune besonders leicht und schnell versetzbar sein sollen.

Die verschiedenen Pfostenarten

  • Holzpfosten: Stabil und langlebig, dafür ist der Installationsaufwand höher
  • Metallpfosten: Rostfrei und robust, dafür sind sie schwerer. Sie werden einfach in den Boden gesteckt
  • Kunststoffpfosten: Leicht, flexibel, aber weniger haltbar. Auch sie werden einfach in den Boden gesteckt
  • Ecopfosten: Stabil und langlebig und aus recyceltem Material hergestellt. Der Montageaufwand ist ähnlich wie bei Holzpfosten
  • Fiberglaspfosten: Besonders leicht und flexibel, ideal für Mobilzäune.

Achten Sie bei der Auswahl der Pfosten auf die in der Beschreibung angegebenen Abmessungen. Je nach Pfostenart werden diese unterschiedlich tief in den Boden eingebracht. So schaut z.B. ein 2.50 m langer Holzpfahl nach der Installation nur 2.0- 2.10 m aus dem Boden. Für eine einfachere Auswahl nennen wir die komplette Pfahllänge sowie maximale Zaunhöhe bei allen angebotenen Weidezaunpfählen.

Hier finden Sie alle Holzpfosten, Metallpfosten, Kunststoffpfosten, Ecopfosten und Fiberglaspfosten.

Die verschiedenen Leitermaterialien

  • Weidezaunbreitband: Gut sichtbar, ideal für Pferde.
  • Weidezaunseil: Flexibel und robust, geeignet für Rinder und Pferde.
  • Weidezaundraht (Glattdraht): Für robuste Tiere, aber nicht für Pferde geeignet.
  • Weidezaunlitze: Günstig und oft für Mobilzäune verwendet. Ideal für Schafe, Ziegen und Rinder.
  • EquiFence (Horsewire): Speziell für Pferde entwickelt. Teurer aber auch am langlebigsten.

Finden Sie das passende Leitermaterial ganz einfach mit unserem Leitermaterial-Berater (demnächst verfügbar).

 

4. Stromversorgung planen

Je nachdem wie die örtlichen Gegebenheiten sind, haben Sie die Auswahl zwischen Netzstrom, Batterie, Akku und Solargeräten.

Netzgeräte sind leistungsstark, wartungsarm und für alle Zaunlängen geeignet. Wir empfehlen diese, wann immer ein fester Stromanschluss vorhanden ist. Für Netzgeräte ist auch das umfangreichste Zubehör wie z.B. App-Steuerung verfügbar.

Batterie- und Akkugeräte sind besonders mobil und flexibel, erfordern aber regelmäßige Wartung. Batterien müssen gewechselt bzw. Akkus aufgeladen werden. Daher eignen Sie sich für kurzfristig beweidete Flächen.

Solargeräte sind unabhängig, umweltfreundlich und benötigen kaum Wartung. Wir empfehlen Solargeräte daher für mobile Zäune oder weit abgelegene Flächen. Aufgrund Ihrer Größe/Leistung, eigen sie sich jedoch weniger für sehr lange Zäune.

Erdung beachten: Je nach Gerät müssen Sie die benötigte Anzahl an Erdungsstäben, Erdkabel und Verbindungen mit einplanen

Finden Sie das perfekte Weidezaungerät ganz einfach mit unserem Geräte-Berater.

 

5. Zubehör nicht vergessen

Für die Montage des Zauns empfehlen wir unser umfassendes Weidezaun-Zubehör.

So helfen Erdbohrer, Pfahlrammen und Hammer dabei die Pfosten leichter zu montieren. Isolatoren dienen der Befestigung des Leitermaterials Mit einer Haspel lässt sich überschüssiges Leitermaterial sicher verstauen oder ein Mobilzaun in wenigen Minuten auf- und wieder abbauen.

Wir empfehlen außerdem sich über Blitzschutz, Diebstahlsicherungen und Zaunschalter zu informieren. So bleibt Ihr Zaun auch bei schwierigen Wetterbedingungen betriebsbereit und Langfinger haben keine Chance.

Smartes Zubehör: Je nach Anbieter und Gerätekategorie, gibt es heute auch die Möglichkeit Ihren Zaun z.B. per App zu kontrollieren und zu steuern. Das vereinfacht die Kontrolle Ihres Zauns und spart Zeit und Aufwand.

Entdecken Sie unser Weidezaun-Zubehör.

 

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