Wenn es um Elektrozaunsysteme geht, haben Sie mehrere Optionen zur Wahl: Band oder Draht, Litzen oder Seil. Und wenn Sie zum ersten Mal einen Zaun errichten, fragen Sie sich vermutlich: "Was ist eigentlich der Unterschied?" und "Welche Variante sollte ich verwenden?" Glücklicherweise sind Sie hier genau richtig – wir bringen Licht ins Dunkel, ohne Fachjargon und ohne dass Sie sich wünschen, nie mit der Recherche begonnen zu haben.
Sowohl Weidezaunbreitband als auch Draht erfüllen dieselbe grundlegende Funktion: Sie halten Tiere mit einem ungefährlichen, aber bestimmten elektrischen Impuls dort, wo sie sein sollen. Doch sie tun dies auf unterschiedliche Weise, und die falsche Produktwahl kann zu unerwarteten Problemen führen. Ist das Material zu instabil? Dann müssen Sie es ständig nachspannen. Ist es zu unauffällig? Dann könnten Ihre Tiere es übersehen – bis sie einfach hindurchlaufen.
Welche Variante ist also die beste? Das hängt davon ab, welche Tiere Sie einzäunen (oder fernhalten) möchten, wie die Wetterbedingungen in Ihrer Region sind (Stichwort: starker Wind und Regen) und wie viel Zeit Sie in die Wartung investieren möchten.
Breitband wurde entwickelt, um besonders gut sichtbar zu sein, was es zur idealen Wahl für Pferde macht. Diese neigen dazu, sich zu verletzen, wenn sie einen Zaun zu spät bemerken. Auch Rinder und andere Weidetiere respektieren das Band meist mehr, da es durch seine große Oberfläche auffällt und eine deutliche Barriere darstellt.
Die Installation ist denkbar einfach: Das Band wird in die Isolatoren eingelegt und festgeklemmt, straff gespannt – und schon ist der Zaun einsatzbereit. Es sind keine komplizierten Werkzeuge oder umständliche Verkabelung nötig. Zudem eignet es sich hervorragend für feste und temporäre Weidezäune.
Allerdings hat das Band auch seine Schwächen: Da es sehr leicht ist, kann Wind zum Problem werden. Wenn es nicht ausreichend gespannt wird oder Sie ein minderwertiges Band wählen, kann es durchhängen, flattern oder bei starker Belastung sogar reißen. Zudem ist es nicht so langlebig wie Draht, sodass es regelmäßiger ausgetauscht werden muss.
Wenn das Band der auffällige Hingucker ist, dann ist Draht der robuste Arbeiter. Er macht nicht viel Aufsehen um sich, erfüllt seine Aufgabe aber mit Bravour.
Es gibt Draht in verschiedenen Ausführungen. Hochfester Stahldraht (High Tensile) ist besonders stabil und eignet sich hervorragend für dauerhafte Einzäunungen, bei denen maximale Widerstandsfähigkeit gefragt ist. Eine Alternative ist Poly-Draht – eine Kombination aus Metallfäden und Kunststoff, die eine gute Balance zwischen Flexibilität und Leitfähigkeit bietet.
Im Gegensatz zum Band flattert Draht nicht im Wind. Einmal richtig gespannt, bleibt er an Ort und Stelle. Zudem ist er äußerst langlebig – hochwertige Stahldrahtzäune halten oft Jahrzehnte. Wenn Sie eine großflächige Einzäunung benötigen und möglichst wenig Wartungsaufwand möchten, ist Draht die bessere Wahl.
Dennoch hat Draht auch Nachteile: Der größte ist die geringe Sichtbarkeit. Besonders Pferde können ihn leicht übersehen und sich verletzen, daher ist Draht nicht für Pony- oder Pferdezäune geeignet. Einige Tierhalter fügen daher Markierungen oder Fähnchen hinzu, um die Sichtbarkeit für Rinder und Schafe zu verbessern. Falls dies ein entscheidender Faktor ist, wäre Band möglicherweise die bessere Wahl. Zudem erfordert die Installation von Stahldraht etwas mehr Aufwand. Sie benötigen Spannvorrichtungen und stabile Zaunpfähle, um Durchhängen zu vermeiden.
Das hängt wie so oft von Ihrer individuellen Situation ab.
Letztendlich hängt die Entscheidung davon ab, welche Tiere Sie einzäunen möchten, wie lange der Zaun halten soll und wie viel Arbeit Sie investieren möchten. Ganz gleich, wofür Sie sich entscheiden: Stellen Sie sicher, dass Ihr Zaun richtig elektrifiziert ist – denn der beste Zaun bringt wenig, wenn Ihre Tiere herausfinden, dass er nur Attrappe ist!
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